Ondol - Die koreanische Fußbodenheizung
Keine kalten Füße! Welch ein Traum!
Fußbodenheizung ist für mich als Europäer etwas ziemlich Modernes, zwar sollen die Römer auch schon solche gehabt haben, aber hier zu Lande kennt man sie dennoch kaum. Um so erstaunter war ich, als ich von der Koreanische Fußbodenheizung, Ondol (온돌) erfuhr! Die Hanja für Ondol sind 溫突, das 1. Zeichen bedeuted warm, das 2. Stein.
Wie archäologische Ausgrabungen ergeben haben werden Ondol bereits seit etwa dem Jahr 1000 vor Christus als Heizsystem genutzt. Bei der traditionellen Form des Ondol wird der Fußboden mit Hilfe von Rauch erwärmt, welcher in einer der außerhalb des Hauses liegenden Feuerstelle aufsteigt. In alten Herrenhäusern handelt es sich dabei meist um einem großen Ziegelsteinofen, welcher auch für das Kochen verwendet wird und an der Seite des Hauses halbeingegraben installiert wurde. Dessen Rauch wird durch ein System aus Leitungen unten dem Fußboden entlang geführt, während er zum Schornstein strömt, welcher sich auf der gegenüberliegenden Seite des Hauses befindet.
Die Leitungen sind mit flachen Steinen bedeckt, die sich durch den Rauch erwärmen und so den über ihnen liegenden Raum heizen, und werden mit gelber Erde und einigen Lagen gelben Papiers abgedichtet.
Heutzutage gibt es immer noch Ondol, allerdings ersetzt Wasser, außer in alten traditionellen Häuserm, den Rauch. Da Ondol zu einem koreanischen Zuhause gehört, wie für uns die Zentralheizung, können die Koreaner einen sehr hohen Wohnkomfort genießen, der gerade in den schneereichen Wintern Koreas hilft das heitere, koreanische Gemüt zu bewahren.
Bildquellen:
www.cha.go.kr
www.naraform.com
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