Film,
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Gesellschaft | Tuesday, 11 November 2008

26 Years Diary - あなたを忘れない
Im Januar 2001 verlor der koreanische Student Lee Su-hyun sein Leben bei dem Versuch einen betrunkenen Mann in der tokioter U-Bahn zu retten. Su-hyun wartete auf seine Bahn als der Mann vom Bahnsteig auf die Gleise stürzte. Ohne zu zögern sprang Su-hyun zusammen mit einem anderen Japaner auf die Gleise, um den gestürzten Mann vor einem näher kommenden Zug zu retten. Leider kamen sie zu spät und alle drei wurden erfasst und getötet.
Der Vorfall machte sowohl in Japan als auch in Korea Schlagzeilen und der selbstlose Tod des 26-jährigen berührte Menschen auf beiden Seiten der Japanischen See gerade in Hinblick auf die deutlichen Ressentiments, die beide Länder gegenüber ihren Nachbarn hegen.
Bereits im letzten Jahr wurde der japanische Film “26 Years Diary” (あなたを忘れない) veröffentlicht und ist nun auch in Korea angelaufen. Das Melodrama konzentriert dabei weniger auf den finalen, heroischen Akt, sondern beschäftig sich vor allem mit den Jahren, die der junge Mann vor dem Zwischenfall in Tokyo verbracht hat.
In den Hauptrollen sind Lee Tae-sung (als Su-hyun) und die japanische Popsängerin Maki Onaga (als Yuri) zusehen. Der Hauptteil des Films dreht sich auch um diese beiden, deren anfängliche Freundschaft sich nach und nach zur Liebe entwickelt.
Ein Kritikpunkt sind sicherlich die Klischees, die in dem Film gezeichnet werden. So ist Su-hyun nicht nur gut aussehend und ein guter Gitarrenspieler, sondern anders als seine japanischen Freunde auch tief in den koreanischen Traditionen verankert. Nun ja, so wie wir Deutschen uns Wunschvorstellungen von Frankreich, Italien oder Schweden zurechtlegen, so ist dasselbe halt auch bei den Japanern und Koreanern der Fall.
Geschichte,
Tradition | Saturday, 19 April 2008
Wie die südkoreanische Flagge so in etwa aussieht, weiß ich. Einmal habe ich in der Uni versucht, die Flagge aus dem Kopf zu zeichnen, doch so ganz hat das nicht geklappt. Die Anordnung der Trigramme kannte ich nicht. Ich wollte schon längst etwas zu der Flagge schreiben, und nun komme ich endlich dazu:
Auf koreanische heisst die Flagge taegeuki ( 태극기). Sie wurde 1882 von Bak Yeong-ho, dem damaligen koreanischen Botschafter in Japan, geschaffen. Ein Jahr später wurde zu von Kaiser Gojong zur offiziellen Flagge Koreas ernannt. Sie sah damals noch ein wenig anders aus, die heutige Version stammt aus dem Jahre 1950. Die vier schwarzen Trigramme sind aus dem altchinesischem Buch der Wandlungen, dem I Ging, entnommen. Sie bedeuten:
- ||| Kraft (☰; geon (건; 乾)) = Himmel (天), Frühling (春), Osten (東), Tugend (仁);
- ¦¦¦ Feld (☷; gon (곤; 坤)) = Erde (地), Sommer (夏), Westen (西), Recht (義);
- |¦| Glanz (☲; ri (리; 離)) = Sonne (日), Herbst (秋), Süden (南), Höflichkeit (禮);
- ¦|¦ Schlucht (☵; gam (감; 坎)) = Mond (月), Winter (冬), Norden (北), Wissen oder Weisheit (智).
Der Kreis, Taegeuk, zeigt das “Eum und Yang”, das Symbol für das Universum und dessen Gegensätze wie zum Beispiel Feuer und Wasser, Hitze und Wasser, Tag und Nacht, dunkel und hell, maskulin und feminin. Der rote, positive Teil entspricht dem Yang, der blaue, negative dem Eum und der weiße Hintergrund symbolisiert Reinheit und Frieden.
Geschichte | Friday, 29 February 2008

Im Hyundai Department Store (현대백화점 주식회사) kann man heute einen ganz besonderen Kuchen kaufen.
Vor 89 Jahren demonstrierte am 1. März die koreanische Bevölkerung gegen die Annexion seitens Japaner seit 1910. Im Jahre 1919 wurde eine Unabhängigkeitserklärung verfasst, die von 33 bedeutenden koreanischen Politikern unterzeichnet und vorgetragen wurde. (more…)
Bilder,
Geschichte | Monday, 18 February 2008

Ich habe selbst keine Ohrlöcher, aber bin irgendwie total fasziniert von Ohrschmuck. Dieser hier soll aus dem Reich Gaya (가야) stammen, einer Föderation mehrerer Stämme im Süden, die am Ufer des Nakdong (낙동강) 42-562 n. Chr. florierte, da dort ein hohes Eisenvorkommen war. (more…)